2. Januar 2011



2. Ugali-Projekt im Oktober 2009


Am 06. Oktober 2009 konnten wir zum 2. Mal unser Ugali-Projekt realisieren.
Für dieses Projekt wählten wir die kleine Gemeinde Ikanga, unweit der Stadt Voi, aus.


Während einer 8-wöchigen Vorbereitungszeit und der Publikation unseres Projektes auf betterplace gelang es uns, eine Spendensumme in Höhe von 500 Euro zu sammeln.
Ich möchte an dieser Stelle noch einmal meinen herzlichsten Dank an all diejenigen aussprechen, die uns mit Ihrer Spende unterstützt haben.


In Absprache mit unseren Mitarbeitern vor Ort wurde entschieden, dass wir diesmal kleine Lebensmittelpakete verteilen.
Bei einer Spendensumme von 500 Euro konnten wir 125 bedürftige Familien mit Ugali, Bohnen und Öl versorgen.
Die Lebensmittel wurden vor Ort eingekauft und der erste Teil mit dem Tuk-Tuk nach Ikanga gebracht.
Ugali, Öl und Bohnen


Öl wird in kleine Flaschen umgefüllt
In Ikanga angekommen, erwarteten uns die ärmsten und bedürftigsten Familien, Frauen mit Kleinkindern und alte Frauen und Männer mit grosser Hoffnung.


Obwohl all diese Menschen Hunger leiden, tagelang nichts zu essen haben und sich nur von Wasser ernähren, wurden wir mit einem traditionellen Tanz und Gesang empfangen.
eine Gruppe tanzender und singender Frauen


Nachdem der Dorfälteste und der Pfarrer ein paar Worte an die Gemeinde selbst und an uns als Verein gerichtet hatte, konnten wir mit der Verteilung der Lebensmittel beginnen.
Mit Tränen in den Augen und enormer Dankbarkeit nahmen die Menschen die Lebensmittel entgegen.
wir verteilen Ugali, Öl und Bohnen




Mit ein paar wenigen Bildern möchten wir dieses Projekt dokumentieren und zeigen, wie wertvoll Hilfe sein kann, Hilfe für Menschen, die tagein tagaus ums Überleben kämpfen.



stolz werden die Lebensmittel nach Hause getragen


Asante sana...

Das machen wir wieder...

Das erste Ugali-Projekt war ein unglaubliches Ereignis.
Mal abgesehen davon, dass es eine sehr emotionale Veranstaltung war, hatten wir zudem das Gefühl, dass die Menschen sehr sehr dankbar und unsagbar glücklich waren.

Diese ganze Zeremonie mit Gebeten, Gesang und Dankesworten war das Eine, dass wir Mittelpunkt des Ganzen waren, das Andere.
Die kenyanische Gastfreundlichkeit kennt einfach keine Grenzen. Die Menschen sind so überaus freundlich, haben trotz ihrer mitunter sehr misslichen Lage immer ein Lächeln im Gesicht und genau das macht es aus.

Wenn wir das nächste Mal nach Kenya reisen, wollen wir dieses Projekt auf jeden Fall wiederholen...

1. Ugali – Projekt März 2009


Am 22.03.09 machten sich 2 unserer Vereinsmitglieder auf den Weg nach Kenya,
im Koffer unter anderem 170 Euro für das geplante Ugaliprojekt.


Am 25.03.09 fuhren wir nach Voi, um dort den Pfarrer Bernard und Kilian von African Smile zu treffen.
Mit ihnen sprachen wir unser Vorhaben ab und konnten in Bernard und Kilian gute Berater finden.
Bernard machte uns den Vorschlag, dass er das Ugali in einem Grossmarkt einkaufen kann und dann in 3 Vorortgemeinden an Bedürftige zu verteilen.
Wir übergaben Bernard 17.000 Ksh. Dafür gab es 360 Kilo Ugali, dies auf 3 Gemeinden aufgeteilt, konnten jeweils 60 Familien mit 2 Kilo Ugali bedacht werden.

Berard, Gaby, Margit und Killian

Bernard informierte die Dorfältesten der Gemeinden Sophia, Kaloleni
und einer weiteren Gemeinde.
Diese wiederum trommelten die Bedürftigsten ihrer Gemeinde zum Dorfplatz.

ein schattiges Plätzchen 


Die Verteilung des Ugalis war für den 26.03.09 eingeplant.
Gegen 10 Uhr beluden wir einen Tuk-Tuk mit den vorerst eingekauften 240 Kilo Ugali und fuhren nach Kaloleni.


Ugali


ein Tuk-Tuk wird beladen

Dort angekommen wurden wir von unseren Gefühlen überwältigt.
Unter einem Schatten spendenden Baum sassen viele Mütter mit ihren Kindern, alte Frauen und Männer,
in unmittelbarer Nähe standen die Waisenkinder dieses Dorfes hinter einem Zaun und beobachteten das Geschehen.
Der Dorfälteste hatte alle zusammengerufen.
Für uns war der Anblick all dieser erwartungsvollen Menschen ein schwer zu verkraftender Augenblick.
Wir brauchten ein paar Minuten, um uns zu fangen und uns mental auf das vorzubereiten, was da nun passierte.

Frauen und Mütter mit ihren Kindern erwarten uns
zwei ältere und gebrechliche Herren

eine Gruppe Frauen aus dem Dorf

Der Dorfälteste hielt eine Rede, Bernard betete mit den Menschen und wir wurden gebührend vorgestellt.
Dann kam es zur Verteilung des mitgebrachten Ugalis und in den Augen der vielen Mütter und alten Menschen sah ich so viel Dankbarkeit, das ist in Worte gar nicht zu fassen.
Tränen liefen den alten Frauen über die Wangen, alte und schwache Männer waren fassungslos, kleine Kinder lächelten uns an.
Mütter hielten Dankesreden im Namen aller.

                             
Ugali wird verteilt







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Ugali wird verteilt


Unser Abschied ähnelte einem Freudenfest.
Diese Aktion führten wir anschliessend noch in Sophia durch. Auch hier war die Situation ähnlich emotional.
Das dritte Dorf wurde am nächsten Tag besucht und dort das Ugali verteilt.

Alles in allem können wir berichten, dass das Ugali-Projekt realisiert wurde, indem 180 bedürftige Mütter, Kinder, alte Männer und Frauen mit Ugali versorgt werden konnten.
Sicher sind 2 Kilo nur ein Tropfen auf dem heissen Stein, dennoch waren es immerhin 2 Kilo weniger Hunger und die Hoffnung auf Besserung der Lebenssituation vieler.

Unser Verein hat beschlossen, diese Aktionen immer wieder durchzuführen, wenn wir in Kenya sind.

Asante Sana all denen, die mit ihren Spenden zur Realisierung des Projektes beigetragen haben!!!

Warum gibt es Ugali-Projekte?

Zu Beginn des Jahres 2009 ging die Nachricht, dass in Kenya eine der grössten Hungersnöte der letzten 20 Jahre herrscht, durch die lokale Presse.
Da unsere nächste Kenyareise bereits in Planung war, kam uns die Idee, ein Ugali-Projekt ins Leben zu rufen.
Ziel war es, Geld zusammeln und mit diesen Spenden in Kenya Ugali zu kaufen und an bedürftige Menschen zu verteilen.
Gesagt, getan...
Wir versuchten unser Projekt auf verschiedenen Internetplattformen zu publizieren und so unser Ziel zu erreichen.

Am Ende, bzw. kurz vor unserer Reise hatten wir 170 Euro gesammelt und flogen mit diesem Geld nach Kenya...